Dialekte

Gibt es Dialekte in Deutschland?

Ja in Deutschland wird  noch Dialekt gesprochen, obwohl die deutsche Standardsprache die Mundarten  verdrängt  hat. Im Süden werden Dialekte mehr gesprochen als im Norden. Am meisten in Baden Württemberg! “Wir können alles, außer Hochdeutsch.” lautet der Slogan einer Werbekampagne des Bundeslands Baden-Württemberg.

Die deutschen Mundarten werden in 3 Hauptgruppen eingeteilt:

niederdeutsche , mitteldeutsche, und  oberdeutsche Dialekte.

Die Begrenzung  zwischen den einzigen Dialekten bilden die  Benrather Linie (sie trennt Nieder- und Mitteldeutsche Mundarten) und die Speyerer Linie (sie trennt  Mittel- und Oberdeutsche Mundarten).

Das Oberdeutsche umfasst:  Nordoberdeutsch (Ostfränkisch und Südfränkisch), Westoberdeutsch ( Alemannisch)  und Ostoberdeutsch ( Bairisch).

Die grobe Grenze zwischen Alemannisch und Bairisch ist der Fluss Lech:

westlich des Lechs spricht man Alemannisch östlich Bairisch. Die Stadt Augsburg liegt am Lech, also an der Übergangszone zwischen Alemannischem und Bairischem und deswegen ist es schwierig den augsburgischen Dialekt  einer Sprachgruppe genau zuzuordnen. Augsburg liegt im Land Bayern aber es wird dort keinen Bairischen gesprochen sondern Schwäbisch mit bairischen Einflüssen (die Bajuwarisierung ist stark. Bairisch ist täglich in den landes- und sogar bundesweiten Medien präsent und sowieso gehört die Stadt zum Münchener Einzugsbereich).

Schwäbisch ist eine Untergruppe des Alemannischen, das  in Schwaben gesprochen wird.  (Schwaben ist eine Region im Südwesten Deutschlands die sich auf die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg verteilt. Sie entspricht dem Gebiet zwischen Schwarzwald, Bodensee, Allgäuer Alpen, Lech, Wörnitz, Hohenloher Ebene und Heuchelberg. Der größere Teil Schwabens liegt in Baden-Württemberg,der kleinere in Bayern im Regierungsbezirk Schwaben.) Von den jüngeren Generationen wird  aber in Augsburg und in anderen Mittel- und Kleinstädten der Region  der Dialekt wenig gesprochen, es wird vielmehr ein schwäbisch bzw. bairisch eingefärbtes Hochdeutsch gesprochen.

Deutlich ausgeprägt ist im Schwäbischen das sch (Augschburg) und  das gerollte r; st wird  schd (Auschdralien) ausgesprochen,  ck als  g (schigga=schicken) p wird b. Typisch ist die Verkleinerungssilbe „-le“ (Ländle, Spätzle). Die Schwaben verwenden kaum Umlaute, wodurch das Adjektiv schön“ zu „schee“ wird. Es fehlt auch im Schwäbischen die Form des Genitivs. Diese wird durch den Dativ ersetzt: “Das Haus meines Vaters” wird “Meim Vattr sei Haus”.

Im Bairischen wird ei  oa ausgesprochen, ü als i (oder ia) p, d, k, t im Anlaut werden zu  b, d, g , d ; b wird im Inlaut w, ck wird zu g; ie  zu ia. A ist oft als o und o als ou ausgesprochen. S  im Anlaut ist immer stimmlos: singen-βinga. L nach Vokal wird oft vokalisiert: fallen-foin , Gefühl-Gfui. Wie im Schwäbischen gibt es auch im Bairischen keinen Genitiv: das Auto des Vaters wird zu “am Vadda sei Audo“.

Und hier einige Hörproben:

Bairisch,  Bairisch (ein Auszug aus einem Film), Bairisch (eine Seite  mit vielen  Hörproben von oberdeutschen Dialekten), Alemannisch,  Schwäbisch (“Augschburg”ein Lied) , Schwäbisch ( “I will hoim”noch ein Lied).

Hier der Sprechende Sprachatlas der Bayerischen Landesbibliothek online.

Und hier ein lustiges Video für “nicht Bayern”!!

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