Übersetzen

2010 begaben sich zwei außergewöhnliche Passagiere, Beppe Severgnini vom Corriere della Sera und Mark Spörrle von der Zeit, eine Woche lang mit dem Zug auf die Reise von Nord nach Süd, von Berlin nach Palermo 2010. Das Goethe-Institut wollte erfahren, was sich die zwei Journalisten gegenseitig von ihrem eigenen Land erzählen. Was zeigte der Deutsche dem Italiener? Und was entdeckte der Deutsche Neues und Überraschendes in Italien?

Nach Berlin-Palermo haben die beiden Journalisten eine neue gemeinsame Mission:6.000 Km Gleise und 2 Wochen Zeit, um Europa von Moskau nach Lissabon zu durchqueren.

Die Journalisten möchten herausfinden, welches Bild Deutsche und Italiener von anderen europäischen Ländern haben. Werden Vorurteile bestätigt oder widerlegt? Was denken Europäer über Deutsche und Italiener? Welche Abenteuer und Geheimnisse birgt unser Kontinent?

Täglich erstellen sie einen Reiseblog und ein dreiminütiges Videoum von ihren Erlebnissen zu berichten. Der Blog wird in zehn Sprachen übersetzt.

Eine  Hörverstehen-Übung, eine Übersetzung-Übung (man hat die Möglichkeit seine Übersetzunsfähigkeit auf die Probe zu stellen und sofort die “richtige” Übersetzung zu hören) und zugleich ein Beispiel interkulturelle Kommunikation.

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unter schattigen Kastanien…

…oder Biergartenzeit!

Die Biergartensaison fängt gegen Anfang April an und dauert bis zum Herbst.

Ein Biergarten ist, wie der Name sagt,  ein Garten, in dem Bier ausgeschenkt wird. Genauer bezeichnet: es ist eine Gastwirtschaft  im Freien, deren Boden aus Kies besteht und unter großen  schattenspenden Bäumen, meist Kastanien, mit  Holztischen und  Holzbänken. Und Hauptsache: es ist erlaubt , Speisen von zu Hause mitzubringen. Mitgebrachte Getränke sind  jedoch nicht erlaubt!

Gewöhnlich besteht ein Biergarten aus einem Selbstbedienungsbereich  und einem Bereich mit Bedienung. Bier und Getränke (Radler, Spezi, Apfelschorle…) muss man aber an Schänken  im Biergarten kaufen. Bier wird normalerweise in einem Krug  serviert, das “Mass” heißt. Eine Mass entspricht einem Liter. Man kann aber auch “eine halbe” bestellen!

Ganz normal ist es im Biergarten sich zu anderen Leuten an den Tisch zu setzen, sich mit Ihnen einen Tisch zu teilen und vielleicht sogar mitgebrachte Speisen anzubieten.

Was ist das typische Essen im Biergarten?

Halbes Hähnchen, Steckerlfisch (gebratener Fisch), Brezel (Brot), Radi (hauchdünne Rettichscheiben), Obazda (eine Art pikanter Streichkäse), Schweinshaxe, spare-ribs (Schweinerippchen)…und diese mit den Händen zu essen ist ausdrücklich nicht verboten!

Erfunden wurden die Biergärten in Bayern und hier befinden sich die größten Biergarten Deutschlands: der Hirschgarten mit 8000 Plätzen und der Biergarten am Chinesischen Turm mit 7500.

An  lauen Sommerabenden, in einem Biergarten mit Freunden entspannt sitzen, ein frischgezapftes, kühles Bier trinken und den Tag ausklingen lassen: noch eine Facette der deutschen Gemütlichkeit!

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Deutschland von oben

Die Dokumentarreihe der ZDF  “Deutschland von oben” präsentiert das Land erstmals ausschließlich aus der Vogelperspektive. Über ein Jahr flog ein Filmteam mit Hubschrauber, Ultraleicht- und Motorflugzeug über Deutschlands Landschaften und Städte. Von der Nordsee bis zu den Alpen, vom Rhein bis zum Elbsandsteingebirge über die Mittelgebirge, die großen Flüsse und das Wattenmeer, die großen urbanen Metropolen und das ländliche Idyll. Noch nie war Deutschland so gezeigt worden.

Und es sind nicht nur bloße  Bilder, es ist Geschichte, Biologie, Erdkunde….

Sehr empfehlenswert.

Die Sendereihe besteht aus 5 Teilen:

Stadt (1)

Stadt (2)

Land (1)

Land (2)

Fluss

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Diesseits des Limes (2)

Auf der römischen, gegen die Germanen abgesicherten Seite des Limes blühten  römische Städte auf :

Augusta Treverorum (Trier) eine römische Weltmetropole . Sie war die größte römische Stadt nördlich der Alpen. Sie war Residenz des “procurator” (des kaiserlichen Verwalters ), der für die finanzielle Organisation der Provinzen Gallia Belgica, Germania inferior und Germania superior verantwortlich war. Im 3. Jahrhundert wurde sie zur kaiserlichen Residenz erhoben.

Augusta vindelicorum ( Augsburg )  die zweitälteste Stadt Deutschlands lag an einer der wichtigsten Römerstraßen, der Via Claudia Augusta, die Norditalien mit Süddeutschland verband und   bis zum Limes bei Donauwörth weiterging.

Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln). Als Colonia verfügte die Stadt über weiter reichende Rechte und umfangreichere Privilegien als ein Oppidum. Köln war das Hauptquartier der “Classis Germanica”, der römischen Rheinflotte. Sie hatte einen der längsten Aquädukte im römischen Reich.

Castra Vetera (Xanten) Das Legionsager diente als Ausgangsbasis für die Feldzüge ins rechtsrheinische Germanien  und beherbergte etwa 8.000 – 10.000 Soldaten. Hier waren vermutlich die Legio XVIII und XVII stationiert, die in der Varusschlacht (9 nach Chr.) vernichtet wurden (siehe: Grabstein des Marcus Caelius).

Mogontiacum (Mainz)

Castellum apud Confluentes ( Koblenz)

Castra Novesia (Neuss)

Noviomagus (Speyer)

Cambodunum ( Kempten)

Castra Regina (Regensburg)

Bonna (Bonn)

Sehr interessante Museen:

Römer Museum und Archäologischer Park Xanten

Landesmuseum Trier (eine der bedeutendsten Sammlungen  in Europa;  größte Mosaikensammlung nördlich der Alpen )

Museum und archäologischer Park Kalkriese (am Ort der Varusschlacht in der Nähe von Osnabrück)

Landesmuseum Bonn (u.a. der Grabstein des Marcus Caelius)

Römisch-germanisches Museum Köln

Archäologisches Museum und Römerkastell Saalburg ( bei Bad Homburg; das einzige rekonstruierte Kastell weltweit)


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der Limes (1)

Limes ist das lateinische Wort für Grenzweg, Schneise,Grenzwall. Doch als Limes wird heute eigentlich der Limes in Deutschland gemeint. Der Obergermanisch-Rätische Limes ist also der Limes schlechthin.

Er wurde gegen Ende des 1. Jhds. n. Chr. errichtet, um das Gebiet des römischen Imperiums vor den Germanen zu schützen.

Er ist rund 550 Km lang und erstreckt sich vom  Rhein bis zur Donau.

Im Jahr 2005 ernannte die Unesco den Limes zum Weltkulturerbe.

Der Limes  ist noch heute in Überresten erhalten. Man kann sie besichtigen.  Die Deutsche Limesstraße begleitet den obergermanisch-rätischen Limes vom Rhein bis zur Donau. An dieser touristischen Route kann man viele römische Sehenswürdigkeiten wie Kastelle, Badeanlagen, Rekonstruktionen, Limestürme und Museen sehen.

Es gibt auch einen Limes-Radweg und einen Limes-Wanderweg.

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Standpunkte

“incursio barbarica” (Barbareneinfall), “irruptio barbarica” (Barbareneinbruch), “invasio barbarica” : so nannten die alten Römer die Völkerwanderungen (und “invasioni barbariche” heißen sie auch im Italienischen).Betrachtet vom Imperium Romanum aus waren es keine Wanderungen sondern Invasionen.

Diese Fluchtbewegung der germanischen Völker nach  Westen und Süden wurde durch den Einfall der Hunnen in Europa im Jahr 375 ausgelöst. Damit begann  eine Epoche von Gewalt und materiellem Niedergang. Diese Invasionen trugen zum Untergang Roms bei.

In diesem Video werden die Völkerwanderungen auf lustige Weise erklärt: der Germane, wie der moderne Deutsche, will einfach in den Süden!

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Suebenknoten

“apud Suebos usque ad canitiem horrentes capilli retorquentur, ac saepe in ipso vertice religantur” (Tacitus, Germania 38,3)

Übersetzung: bei den Sueben kämmt man bis ins graue Alter das struppige Haar nach hinten, und oftmals knotet man es gerade über dem Scheitel zusammen.

Haben  sich die Germanen ihr Haar tatsächlich so gekämmt??  Ja, das zeigen Darstellungen auf der Trajanssäule

auf dem Bronzekessel von Mušov

auf dem Portonaccio-Sarkophag

und weitere archäologische Funde.

Doch als eindeutiger Beleg gelten zwei Moorlaichen, die den Suebenknoten aufweisen:

der Mann von Osterby

der Mann von Dätgen

Wie bindet man einen so kunstvollen Haarknoten?

Hier die Anleitung.


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